Kloster Maulbronn

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Einträge Kategorie: Schlösser/Burgen/Klöster

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  • Die Gründung des Klosters Maulbronn, das seit 1993 Weltkulturerbe der Unesco ist, geht auf das Jahr 1147 zurück. Zuvor, im Jahre 1138, wollte der gottesfürchtige Ritter Walter von Lomersheim einen neuen Konvent gründen und schenkte Abt Dieter sein Erbland Eckenweiher. Abt Dieter und 12 Zisterzienser Mönche aus Kloster Neuburg im Elsass begannen mit dem Bau. Aber bald mussten sie feststellen, dass der Ort mangels genügend Steine und Wasser nicht der Richtige war. In seiner Not bat Walter von Lomersheim Bischof Günther von Speyer um Hilfe, dieser willigte ein und stellte sein Lehen in Maulbronn zur Verfügung. Daraufhin begann Abt Dieter mit dem Bau des Klosters. Heute gilt Kloster Maulbronn als die besterhaltene Klosteranlage nördlich der Alpen.Im Inneren der von Mauern umbauten Klosteranlage befinden sich neben dem eigentlichen Kloster auch mehrere ehemalige Wirtschaftsgebäude, die heute der Stadt Maulbronn als Rathaus, Verwaltungsgebäude und Stadthalle dienen. Weiterhin befinden sich auf dem Gelände mehrere Restaurants und Souvenirläden und die Touristinfo mit Ticketverkauf.

    Wird die Klosteranlage Maulbronn durch das Haupttor betreten, steht man auf dem riesigen Platz vor dem eigentlichen Kloster dem inneren Klosterhof. Hier fällt dem Betrachter als erstes der Fruchtkasten ins Auge.Das imposante Gebäude, die heutige Stadthalle von Maulbronn, diente früher dem Kloster als Speicher und Weinkeller. Es misst 45 mal 25 Meter und entstand Anfang des 13. Jahrhunderts, 1580 wurde das Gebäude erweitert. Es diente einst den Laienbrüdern als Werkstatt. Sein spätgotischer Ursprung ist durch die zugemauerten, spitzbogigen Lanzettfenster erkennbar. Die drei großen Fachwerkgebäude, deren Giebel nach Osten zur Klausur blicken, prägen den inneren Klosterhof. Gegenüber der Mühle liegt die Speisemeisterei aus dem 15. Jahrhundert. Das mittlere Gebäude ist das ehemalige Gesindehaus von 1550, es wird heute als Restaurant genutzt. Im dritten Gebäude, die ehemaligen Klosterverwaltung, sind heute Polizeirevier und Notariat untergebracht. Beim weiteren Erkunden entlang der westlichen Klostermauer kommt man an der Wagnerei und der Schmiede sowie an einem Speichergebäude vorbei . Das schräg vor der Schmiede stehende Gebäude ist der ehemalige Marstall, er dient der Stadt Maulbronn seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Rathaus. Der hinter dem Marstall stehende Haberkasten wurde als Getreidelager verwendet. Der Bäckermeister war in dem nördlich davon stehenden Gebäude untergebracht. Der an der Nordwestecke stehende Hexenturm ist Teil der mittelalterlichen Befestigung. Richtung Nordwesten bauten die Zisterzienser um 1440 den Eichelboden oder Melkstall an. Rechts davon steht die nach 1400 entstandene Mühle. Von dem zur Mühle gehörenden Mühlturm verlief einst eine Befestigungsmauer quer über den Klosterhof bis zum Fruchtkasten. Diese wurde im 18. Jahrhundert abgerissen, der Mühlturm wurde zu dieser Zeit als Gefängnis benutzt.

    Der Eingang ins Kloster liegt nördlich der Klosterkirche, man erreicht die Klausur über den Arkaden- oder Konversengang und durch die versteckte Klosterpforte. Als erstes kommt man am Cellarium vorbei. Hier sind mittelalterliche Steinmetzarbeiten und Werkzeuge ausgestellt. Weiter führt der Rundgang zum Paradies. Dies ist das bedeutendste frühgotische Zeugnis von Maulbronn. Sein Baumeisters ist leider nicht bekannt, daher wird er als „Paradiesmeister“ bezeichnet. Um 1220 erschuf er die weiträumige Vorhalle mit Kreuzrippengewölbe, beeinflusst von der frühen Gotik Nordfrankreichs.

    Weiter geht es durch den Kreuzgang, dieser verbindet alle wichtigen Funktionsräume des Klosters Maulbronn. Er wurde in mehreren Bauphasen erbaut. Zwischen 1210 und 1220 errichtete die Werkstatt des Paradiesmeisters den südlichen Kreuzgang. Er wird von einem sechsteiligen Kreuzrippengewölbe überspannt, durch schmale hohe Rundbogenfenster fällt der Blick auf den Kreuzgarten, wundervoll gearbeitete Blattkapitelle, wie sie auch im Paradies und im Herrenrefektorium zu finden sind, dienen als Verzierung. Der Westflügel des Kreuzganges erfuhr im 13.Jhd einen Umbau wie Reste der Wandgliederung ausweisen. Die Konsole des westlichen Kreuzganges ist mit hochmittelalterlichen Pflanzen- und Tiermotiven geschmückt. Seit dem 15.Jhd. führt ein Portal für die Laienbrüder in die Kirche. Der östliche Kreuzgang ist durch einen Verbindungsbau mit der Krankenstation des Klosters verbunden. Dieses Bauwerk wurde durch den Laienbruder Conrad von Schmie errichtet. Es diente auch als Marienkapelle, darauf weisen die an der Ostwand thronende Maria mit Kind und die neben ihr knienden Äbte Benedikt von Nursia und Bernhard von Clairvaux hin. Im Nordflügel des Kreuzganges befindet sich das Brunnenhaus. Es stammt aus dem 13.Jhd und wurde zuerst kreisförmig bis zur Brüstungshöhe erbaut. Zwischen 1340 und 1350 wurde es erweitert, man baute fünf Maßwerkfenster ein und die Decke erhielt ihre Wölbung. Um 1611 wurde der Fachwerkbau des Brunnenhauses errichtet. Der Brunnen erhielt sein Wasser aus umliegenden Quellen nördlich des Klosters. Im weiteren Verlauf des Kreuzganges kommt man am Kapitelsaal vorbei. Dieser repräsentative Saal diente den Mönchen als Versammlungsort. Der Name leitet sich von seiner Funktion ab, hier wurden täglich Lesungen aus den Kapiteln der Ordensregeln vor den versammelten Mönchen abgehalten. Der Kapitelsaal von Kloster Maulbronn, dessen Sternengewölbe auf drei Rundsäulen ruht wurde zwischen 1270 und 1300 erbaut. Zum östlich gelegenen Kreuzgang öffnet sich der Raum durch große Maßwerkfenster. Die Malereien von Passionswerkzeug und Pflanzenranken wurden um 1517 erstellt. Die zwei Treppen die ursprünglich zum Kapellenerker führten wurden im 19 Jhd. umgebaut und dabei stark verändert. Weiter geht es immer dem Kreuzgang folgend zum Herren- und dem Laienrefektorium.

    Gegessen wurde im Kloster Maulbronn getrennt, die Mönche im Herren- die Laienbrüder im Laienrefektorium. Die Mönche nahmen ihre Mahlzeiten schweigend ein, während ein Bruder von der erhöhten Kanzel an der Ostwand aus der Bibel vorlas. Das Herrenrefektorium entstand im Verlauf der frühgotischen Baumaßnahmen anscheinend unter der Leitung des „Paradiesmeisters“. Der Anspruch der Mönche an diesen Saal zeigt sich an den Abmaßen von 27,20 Meter Länge, 11,50 Meter Breite, 10,40 Meter Höhe und ist mit den hochwertigen Steinmetzarbeiten und den feinen Malereien aus dem 16. Jhd. eines Fürsten würdig. Ein weit in den Hof ragender Portalbau war der Zugang zum zweischiffigen Laienrefektorium mit dem Schlafsaal der Laienbrüder im Obergeschoss. Er diente gleichzeitig als Wirtschaftsraum und gehörte zu den frühen Bauten des 13.Jhd. Die Kreuzgewölbedecke, die von sieben Doppelsäulen getragen wird, entstand im Jahre 1869. Durch die Größe von Kloster Maulbronn und dem strengen Tagesablauf mit festen Essenszeiten reichte ein Küchenstandort nicht aus. Auch ging von den Küchen durch die offenen Feuerstellen stets eine große Brandgefahr aus, daher wurden die Küchen in freistehenden Gebäuden untergebracht. Dasselbe galt für die Bäckerei, die sich in einem extra Gebäude mit Mühle im Wirtschaftshof befand. So gab es eine Küche zwischen Herren- und Laienrefektorium, die über eine Durchreiche in jeden Saal, beide mit Speisen versorgte. Diese Konventküche war nur über den nördlichen Kreuzgang zu erreichen, reichte aber nicht für die ganze Abtei. Daher gab es eine weitere Küche im Osten der Klausur, die für die Kranken zuständig war und möglicherweise die restliche Abtei versorgte. Das im westlichen Bereich der Klosteranlage befindliche Frühmesserhaus, dessen Innenbereich in einen schmalen Raum mit einem weit geöffneten Bogen im Eingangsraum und einem hohen etwas breiteren Raum mit einem großen offenen Kamin unterteilt ist, versorgte möglicherweise die Gäste aus dem Gästehaus oder Gäste aus dem Kloster.

    Zum Schluss des Rundganges durch Kloster Maulbronn folgt die romanische Klosterkirche .

    Sie wurde im Jahr 1178 nach rund 30 jähriger Bauzeit eingeweiht und während der Gotik weiter ausgebaut. Das Haupt- und Südportal sind die ältesten datierbaren Türen in Deutschland. Das Hauptportal stammt von 1178 und weist noch Reste der ursprünglichen roten Pergamentbeschichtung auf. Der Innenraum der Klosterkirche weist trotz Umbauten immer noch die schlichte Bauweise der Zisterzienser auf. Im 15.Jhd wurde durch Abt Albert von Ötisheim die ursprüngliche Holzbalkendecke durch ein Netzrippengewölbe ersetzt und gotische Stifterkapellen eingebaut. Zu den zahlreichen Kunstschätzen der Kirche sind besonders der aufwendig verzierte Chorstuhl und Hochaltar, sowie das steinerne Kruzifix hervorzuheben, dessen Kreuz und Christuskörper aus einem einzigen Steinblock gefertigt sind. Auffällig ist auch der romanische Chorschrank, der die Kirche nach den Klosterregeln in Mönchschor und Laienkirche teilt. Süd- und Nordwand der Klosterkirche zeigen biblische Wandmalereien und welche die von der Stiftung des Klosters handeln. Noch zu erwähnen bleibt das „Wunder von Maulbronn“. Wenn am 21 Juni die Sonnenstrahlen zwischen 11 und 12 Uhr durch eines der roten Glasfenster fallen, erleuchten sie die Dornenkrone der Christusfigur am Kruzifix rötlich. Es scheint als würde die Figur tatsächlich bluten.

    Weitere Gebäude des Klosters Maulbronn liegen in östlicher Richtung hinter dem Kloster, hier befindet sich das Krankenhaus das heutiges Ephorat. Bevor es in ein Gäste- und Herrenhaus umgewandelt wurde, diente das romanische Gebäube dem Kloster als Krankenhaus. Es wurde mehrmals umgebaut zuletzt von Abt Entenfuß, der einen Erker anbauen lies. Verbunden war das Krankenhaus mit der Klausur durch einen spätgotischen mit Netzrippen versehenen Gang. Das Gebäude wird heute als evangelisches Seminar genutzt. Das Jagdschloss lies Landesherr Herzog Ludwig von Württemberg im Jahre 1588 über dem alten Kellergebäude eines Vorgängerbaus errichten. Das Schloss mit den seitlichen Rundtürmen und steinernen Kreuzstockfenstern diente im 19.Jhd. dem Maulbronner Oberamt als Verwaltungsgebäude. Heute wird es als Ephorat genutzt.

    Im Pfründhaus konnten sich Träger öffentlicher Ämter ins Kloster einkauften. Durch das Einbringen des sogenannten Legats ins Kloster wurde den Pfründnern im Gegenzug eine Versorgung und Pflege im Alter gewährt. Das ursprüngliche dreistöckige Gebäude entstand 1430 und diente im 19. Jhd. als Armenhaus von Maulbronn. Im Januar 1892 wurde das Pfründhaus durch einen Brand zerstört und nicht wieder aufgebaut, so sind heute nur noch die Mauerreste zu sehen. Die Klostergärten dienten den Mönchen von Maulbronn nicht nur zum Gebet und der Meditation, wie der inmitten der Klostermauern liegende Kreuzgarten mit dem Magnolienbaum, sondern auch zum Anbau von Heilkräutern und Gemüse. Die Heilkräuter wurden von den Mönchen zur Pflege von Kranken benötigt. Der Ephonatsgarten von Maulbronn ist im Zuge der Säkularisierung des Klosters auf dem alten Friedhofsareal angelegt worden, hier wurde Gemüse und Obst für die Klosterschüler angebaut. Erst im 19. Jahrhundert erhielt der Garten sein heutiges Aussehen, neben den Ostbäumen gibt es einen kleinen Lustgarten mit Brunnen.

     

    Öffnungszeiten:

    März bis Oktober
    täglich 9.00 – 17.30 Uhr
    November bis Februar
    Di – So 9.30 – 17.00 Uhr

    Führungen 11.15 und 15.00 Uhr;
    Gruppenführungen nach Vereinbarung, auch in engl., franz., russ. und span. Sprache;
    Sonderführungen laut Programm und nach Vereinbarung.

    Quelle: Luftbild www.schloesser-und-gaerten.de

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