Kloster Herrenalb

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Einträge Kategorie: Schlösser/Burgen/Klöster

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  • Das Zisterzienserkloster Herrenalb geht auf eine Stiftung von Graf Berthold III von Eberstein zurück. Angeblich aus Dankbarkeit für seine Rückkehr beim zweiten Kreuzzug aus dem Heiligen Land, er erschuf sich dadurch ein Hauskloster mit Grablege. Das Gründerkonvent kam aus Neuburg im Unterelsass. Die Mönche des Zisterzienserordens lebten nach den Ordensregeln in Armut und Keuschheit und errichteten ihre Klöster in abgelegenen Gebieten. Die Klöster versorgten sich selbst, so gehörten Obst- und Getreideanbau, Mühle, Bäckerei, Fischteich genauso zu einem Zisterzienserkloster wie das Sammeln von Kräutern oder die Honiggewinnung. Wenn der Standort es zuließ wurde auch Weinbau betrieben. Im 13. Jahrhundert verwandelten sich die Zisterzienserklöster zu Wirtschaftsstandorten, so gehörte zu der älteste Begüterung von Kloster Herrenalb das waldreiche Albtal sowie Ottersweier in der Ortenau. Später kamen weiter Güter in Malsch in der Rheinebene, Langensteinbach, Bruchsal, Oberderdingen im Kraichgau, Vaihingen an der Enz sowie Merklingen im Stroh- und Schlehengäu hinzu. Durch diese weitläufige Streuung der Güter und Rechte war die Wirtschaftskraft des Klosters stark beeinträchtigt, einzig der klösterliche Stadthof in Speyer ermöglichte einen überregionalen Handel, dieser wurde allerdings 1446 verkauft. Die Vogtei lag ursprünglich bei der Stifterfamilie, bis die königliche Entscheidung von 1275 den Mönchen mehr Mitsprache erlaubte. So blieben die Ebersteiner und deren Nachkömmlinge zwar Schirmherr, die Brüder konnten aber Einzelne aus ihrem Kreis mit Aufgaben betrauen. Im Jahr 1289 gelangte das Kloster unter den Schutz von den Markgrafen von Baden und 1338 an die Grafen von Württemberg, wobei Baden seine Ansprüche nicht aufgab und Markgraf Bernhard I., (1364-1431) in der Klosterkirche sein Kenotaph errichtete. Im 15. Jahrhundert wurde ein Versuch unternommen wieder zu Baden zurückzukommen, hierbei behielt Württemberg allerdings die Oberhand. Herzog Ulrich führte 1536 die Reformation ein und alle Mönche mussten das Kloster verlassen, hiernach wurde 1556 eine evangelische Klosterschule eingerichtet, die allerdings 1596 wieder geschlossen wurde. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Kloster 1642 durch schwedische Truppen stark beschädigt und 1649 endgültig aufgelöst.

    Von der einstigen Klosteranlage sind heute noch einige steinerne Zeitzeugen erhalten geblieben.

    An alter Substanz existieren zwei Speicherbauten mit teilweise romanischem Mauerwerk und die Reste eines Befestigungsturms, von der aus dem 12. Jahrhundert stammende Klosterkirche sind noch Reste der Vorhalle mit romanischen Bauelementen und der Westgiebel erhalten, dazu der Chor im spätgotischen Stil, der seit 1739 als evangelisches Gotteshaus Verwendung findet.

    Andere Zeitzeugen findet man an anderen Orten. So findet man die Kreuzigungsgruppe aus dem späten 15. Jahrhundert, die früher über dem Eingangstor des Klosters angebracht war, im Schlosshof von Neueberstein in Gernsbach. Zeugnisse aus dem geistigen Leben des Klosters sind spärlich gesät, etwa ein halbes Dutzend Drucke aus dem 15. und 16. Jahrhundert werden in Berlin, Stuttgart, Karlsruhe und in Lichtental aufbewahrt. Außerdem gehen die Wallfahrten in Durmersheim (Maria Bickesheim) und Ottersweier (Maria Linden) auf die Zisterzienser aus Herrenalb zurück.

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