Edelfrauengrab-Wasserfälle

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Einträge Kategorie: Poi/Aussichtspunkt und WasserfälleEinträge Tags: achertal und schwarzwald

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  • Über 180 Stufen vorbei an 7 Arkaden führt der Weg durch die wildromantischen Edelfrauengrab- Wasserfälle. Ihren Namen verdanken die Wasserfälle einer natürlichen Auskolkungshöhle, in der eine Edelfrau ihr Ende gefunden haben soll.
    Vom Wanderparkplatz aus lassen sich die Wasserfälle innerhalb weniger Gehminuten erreichen. Über Treppen und Stege führt der Weg durch das Naturschutzgebiet Gottschläg hoch zum Karlsruher Grat.

    Die Sage vom Edelfrauengrab

    Die “Edelfrauengrab-Wasserfälle” des Gottschlägbaches verdanken ihren Namen einer uralten Sage. Ritter Wolf von Bosenstein war während
    der Zeit der Kreuzzüge zusammen mit dem kaiserlichen Heer ins Heilige Land gezogen. Seine Frau, die er zurücklassen musste, nahm es allerdings mit der
    ehelichen Treue nicht so genau und lebte mit ihrem Liebhaber “in Saus und Braus”.
    Eines Tages klopfte eine Bettlerin mit sieben halbverhungerten Kindern am Schloss
    Bosenstein an und bat um eine milde Gabe. Angesichts ihrer sieben Kinder wurde sie von der hochmütigen Schlossherrin verspottet und schroff vertrieben, so dass sie Frau von Bosenstein mit folgendem Fluch bedachte: “Sieben Kinder sollst du auf
    einmal zur Welt bringen, alle so elend wie die, welche du verhöhnst.” Der Fluch wurde wahr. Eine Tages brachte die Schlossherrin sieben Kinder zur Welt. In ihrer
    Not sah sie keinen anderen Ausweg, als ihre Dienerin zu beauftragen, die Kinder in einen Sack zu stecken und im Schlossweiher zu ertränken. Gerade zu diesem
    Zeitpunkt traf die Dienerin den vom Kreuzzug zurückkehrenden Schlossherrn. Der stellte sie zur Rede, und nachdem ihm die Dienerin glaubhaft machen wollte, kleine Hunde ertränken zu wollen, nahm der Schlossherr den Inhalt des Sacks in Augenschein. Wutentbrannt befahl der Ritter die Dienerin zurück ins Schloss und
    trug ihr auf, der Herrin die Ausführung ihres Befehls zu berichten. Wolf selbst brachte die Kinder zu Verwandten auf die Burg Hohenfels und ließ sie dort unter anderem im Harfespiel erziehen.
    Sieben Jahre später ließ Wolf die sieben Kinder zu einem Fest auf die Burg Bosenstein bringen. In ärmlicher Kleidung spielten sie auf ihren Harfen und sangen
    von ihrem traurigen Schicksal. Auf die Frage aus den Reihen der Gäste, was solch eine unmenschliche Mutter wohl verdiene, antwortete die Schlossherrin: “Diese sollte bei einem Laib Brot und einem Krug Wasser lebendig eingemauert werden.”
    Daraufhin erwiderte ihr von Zorn erfüllter Gatte: “So sei’s, du hast dein eigenes Urteil gesprochen. Es soll an dir vollzogen werden!” Und so geschah es. Wolf ließ seine Gattin bei Wasser und Brot in eine von Wasser bespülte Höhle im Gottschlägtal lebendig einmauern. Letztendlich befahl er, den Bach in die Höhle hineinzuleiten, um seine Frau von ihren Qualen zu erlösen. Seit dieser Zeit heißt die Felsenhöhle das Edelfrauengrab.

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