Burg Hornberg

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Einträge Kategorie: Schlösser/Burgen/KlösterEinträge Tags: kinzigtal und schwarzwald

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  • Im 1100 entstand auf dem unteren Schloßfelsen bei Althornberg die erste Burg der Herren von Hornberg, deren Herrschaftsgebiet das Gutachtal von der Quelle bei Schönwald bis zur Mündung nördlich von Gutach und seine Seitentäler umfaßte.
    Im 12. Jahrhundert verlegten die Herren von Hornberg, nach der Herrschaftsteilung, ihren Sitz auf die neu erbaute Burg auf dem Schloßberg, zu deren Füßen sie eine kleine Stadt gründeten. Diese entwickelte bald im Norden und Osten der Stadtmauer längs der Gutach kleinere Vorstädte und Gewerbeviertel.
    Die Bevölkerung lebte hauptsächlich vom Durchgangsverkehr, dem sie Übernachtungsmöglichkeiten und Geleit anboten, bevor es durch den steilen Aufstieg durch das Schwanen- und später durch das Reichenbachtal ging. Im Jahr 1383 brannten die Straßburger, nach einem Streit mit den Hornberger Herren, die Stadt nieder. In den Jahren zwischen 1423 und 1448 ging die Herrschaft Stück um Stück in den Besitz der Grafen von Württemberg über und Hornberg wurde Sitz des württembergischen Obervogtes. Der württembergische Herzog Ulrich führte im Jahr 1535 in Hornberg und in seinem gesamten Herzogtum die Reformation ein. Der 30jährige Krieg brachte durch Truppendurchzügen und Plünderungen viel Leid über die Stadt. 1700 wurde Hornberg Station der Thurn- und Taxischen Reichspoststrecke Straßburg- Villingen- Ulm- München. 1810 im Zuge der territorialen Reformen  kam Hornberg zu Baden.

    Die Geschichte des „Hornberger Schießens“

    Die Historiker sind sich heute noch nicht ganz einig, welche Begebenheit dem Hornberger Schießen eigentlich zugrunde liegt.Wir Hornberger selbst behaupten, dass damals beim Empfang des Herzogs das Pulver restlos zu früh verschossen wurde.
    Genauer gesagt meldete nach einem Krieg der Herzog von Württemberg den Hornbergern seinen Besuch an. Die Bürger waren sich dieser hohen Ehre bewusst und setzten alles daran, den Empfang des Herzogs und seinen Aufenthalt so würdig wie möglich zu gestalten. Dazu lud man eine Tagreise in der Runde alle Schützengilden und wehrhafte Mannen ein, um dem hohen Besuch zu Ehren ein Schützenfest zu veranstalten. Der Rat der Stadt beschloss des Weiteren, den Herzog mit Kanonendonner zu empfangen. Als es dann soweit war – es war an einem heißen Sommernachmittag – versammelten sich die angesehensten Bürger auf der Burg zum Empfang. Der Wächter auf dem Rondell hielt Ausschau ins Gutachtal. Ihm oblag die wichtige Aufgabe, durch Hornsignal zu künden, wann der Herzog sich dem Städtchen näherte und somit die Lunten an den Kanonen gezündet werden sollten.Jedoch waren die Hitze so groß und die Kehlen so ausgetrocknet, dass es nicht verwunderlich war, wenn der Wächter öfter als nötig ins Horn blies. Eine Rindviehherde, eine Postkutsche, ein Krämerkarren; dies alles wurde für den Herzog gehalten und die Landsknechte an den Kanonen schossen jedes Mal eifrig Salut.Als der Herzog wirklich kam, war das Pulver restlos verschossen. In ihrer Verzweiflung fanden die Bürger keinen anderen Ausweg, als kräftig „Piff – Paff“ zu brüllen. Über diesen Empfang war der Herzog sehr erbost. Man berichtet aber, dass er ihnen in seiner Güte diesen Streich verziehen hat.Doch die Kunde von diesem Ereignis verbreitete sich schnell in den deutschen Landen. Den Hornbergern zum Spott, den anderen zur Freude sagt man noch heute, wenn eine Angelegenheit nach großem Aufwand ohne Ergebnis endet: „Es geht aus wie das Hornberger Schießen“

    Auf der Freilichtbühne Hornberg wird jedes Jahr das “Das Hornberger Schießen” als Theaterstück aufgeführt.

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